Coronavirus-Spiel

Was geht im Mittelalter?
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 24.07.2020, 16:10

Keine Zahlen mehr – die Zahlen machen nix mehr her:

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Montrose
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 24.07.2020, 17:40

Keine Zahlen mehr
Ja klar, weil das ein Puzzle ist. Wenn du die restlichen 4000 Teile dazulegst, dann sieht man den Eiffelturm.

die Zahlen machen nix mehr her:
Ich dachte, da sind überhaupt keine Zahlen.


Der globale Trend sieht nicht so ganz rosig aus. Deutschland ist noch eine Insel der Glückseligen. Das sollten wir nicht verspielen.



Ich habe da einen Beitrag gelöscht. Was soll's auch. Viele Worte. Lange Rede, kurzer Sinn: ich glaube, dass das eher nicht gut für Deutschland ausgeht. Eine langfristige Krise zermürbt, und es gibt in etlichen Bereichen noch keine echten Lösungen. Deshalb halte ich eine Zombie-Edition für möglich. Der nächste Winter kommt bestimmt...

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 25.07.2020, 12:42

Die Zahlen gibt es – aber das RKI zeigt sie nicht, weil sie keinen Maßnahmenwettbewerb mehr rechtfertigen:

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Montrose
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 25.07.2020, 16:38

Es war mir klar, dass es diese Zahlen gibt und dass sie niedrig sind.
Ich wollte mit dem "Puzzle" jemanden ein bisschen auf den Arm nehmen. :wink:


Als ich heute morgen hier las, war mir irgendwie der Humor abhanden gekommen.

Angenommen, ich geh in den Wald zelten. Plötzlich ist der Fotoapparat weg. Dann passiert nichts mehr Außergewöhnliches. Also mich würde es trotzdem beschäftigen, wo denn das Ding hin verschwunden ist. Denn dann kann ich verhindern, dass mir nochmals etwas verloren geht. Oder es war womöglich der Räuber Hotzenplotz. Dann würde ich drüber nachdenken, ob ich einen Stock brauche.



Wie ist die Lage?

- Jederzeit kann plötzlich ein Hotspot entstehen. Siehe Tönnies.

- Langzeitauswirkungen der Krankheit auf den Körper sind unbekannt.

- Immunisierung ist unbekannt.

- Impfstoff gibt es noch keinen.

- Verbreitungsweg unbekannt: Aerosole? Aerosole lassen sich nach derzeitigem Stand technisch nur schwer aus der Luft filtern. Entweder Einkaufsläden müssten Tausende von Euro investieren oder man dürfte nicht mehr einkaufen.

- Auswirkung auf Schulen unklar: öffnen/nicht öffnen --> faktisch herrscht Durcheinander. Es gibt auch keine auf diese Situation abgestimmte Pädagogik, sondern man improvisiert. Folge: Belastung des Familienlebens, weil Papa/Mama jetzt auch noch Lehrer spielen muss.

- unklar, ob weitere Wellen kommen werden oder nicht

- Auswirkung auf Wirtschaft unklar; ganz besonders sind die Auswirkungen mehrerer Wellen unklar, wenn schon 8 Wochen Pipifax zu einem Erdbeben führt.

- Auswirkung auf öffentliche Ordnung unklar: Großdemonstrationen, Verschwörungstheorien - erneut die Frage: was passiert bei mehreren Wellen

- Auswirkung auf den internationalen Austausch und auf den Tourismus; meine Antwort: teilweise ein Luxusproblem, Die Leute sollen die heimischen Hoteliers und Gastronomen unterstützen anstatt das Geld ins Ausland zu tragen = innerdeutsche Solidarität

- Messmethoden unklar: wenn Leute vom Ausland zurückkommen, muss man sie mehrfach testen, weil die Analyse erst nach einiger Zeit einen Nachweis erbringt.
Jetzt darf ich als Steuerzahler dem leichtfertigen Touristen seine Tests bezahlen. Zahlt euren Scheiß doch selber, wenn ihr euch eine Reise leisten könnt.

- Nachtrag: corona app funktionierte nicht. Typisch deutsch. große Klappe, angeblicher Marktführer Technologie, und nicht mal das gelingt. Einfach nur lächerlich. Unsere Informatiker haben wohl noch nie was von "Probelauf" gehört. Klar, ist ja auch ein altpersisches Wort. Probelauf.... häää, nie gehört.



Norbert sagt: die Gefahr ist (im Moment) gering.
Ich sage: Das mag ja sein. Aber mich beruhigt das nicht, weil kaum ein Problem gelöst ist, wenn die Gefahr größer werden sollte.

Was machen wir, wenn Räuber Hotzenplotz wieder ins Zelt kommt? Faktisch haben wir die Lage überhaupt nicht im Griff, wir hatten bisher nur Glück.

https://www.youtube.com/watch?v=osdoLjU ... bH&index=4

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 25.07.2020, 23:06

Ich denke, du schießt dir ins eigene Knie, Norbert. So lange deine Botschaft lautet "Da ist doch gar nichts", kann man auch keine Ritterveranstaltungen durchführen.
So eine Veranstaltung ist nur möglich, wenn die Gäste wissen, dass da jemand ihre Gesundheit ernst nimmt. Wenn das aber nur ein "Spiel" ist ...... sorry es gibt wichtigere Probleme als irgendwelche Mittelalter-Shows, wo fraglich ist, wer da die Verantwortung übernimmt.

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass auch nur ein einziger Schausteller auf deiner Seite ist. Denn der Schausteller weiß ganz genau: wenn in seinem Laden einer krank wird, dann ist er erledigt.

Der richtige Weg wäre, nach Lösungen zu suchen anstatt die Probleme wegzureden. Ich denke nicht, dass du der Mittelalter-Szene einen Gefallen tust. Denn da geht es auch um Glaubwürdigkeit.

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 26.07.2020, 14:36

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 27.07.2020, 06:49

Im "gelobten Risiko-Land Schweden" sind prozentual um ein Vielfaches mehr Menschen erkrankt und gestorben als in Deutschland:


Schweden (Bevölkerungszahl 10 Mio.)
Erkrankte: 78000 = 0,780 %
Tote: 5600 = 0,056 %

Deutschland (Bevölkerungszahl 83 Mio.)
Erkrankte: 206000 = 0,248 %
Tote: 9200 = 0,001 %



Aktuell hat Schweden zwar keine Maskenpflicht. Aber Mindestabstand, Begrenzung von Versammlungen auf 50 Personen und geschlossene Bars gelten. Viele Museen und Freizeitparks sind geschlossen (Quelle: Auswärtiges Amt). Die Bestimmungen sind also in Schweden mittlerweile in vielem genauso restriktiv wie in Deutschland. Das anfängliche Nichtstun der Schweden hat nicht funktioniert.


Interessehalber mal die weltweiten Zahlen. Alle Zahlen sind von mir gerundet.

Welt (Bevölkerungszahl 8,3 Mrd.)
Erkrankte: 16 Mio. = 0,195 %
Tote 647000 = 0,007 %

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 27.07.2020, 09:12

Montrose hat geschrieben:Im "gelobten Risiko-Land Schweden" sind prozentual um ein Vielfaches mehr Menschen erkrankt und gestorben als in Deutschland
... und in Nordkorea sind prozentual um ein Vielfaches weniger Menschen erkrankt und gestorben als in Deutschland.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 28.07.2020, 07:02

Was soll das Bild bedeuten?

- "Länder mit niedrigen Zahlen sind bestimmt Lügner, aber die Schweden sind ehrlich." ?
- "Schaffen wir Harmonie, indem wir uns über einen gemeinsamen Feind ärgern." ?



Das "Modell Schweden" wurde gestern in der BILD-Zeitung gelobt und in der WELT. Das Argument: die Wirtschaft komme besser durch die Krise, wenn man auf Maßnahmen verzichtet. Die Todesrate ist zwar in Schweden 50 mal höher als in Deutschland. Aber wen juckt's? Laut Boris Palmer wären die eh mal gestorben .... so wie ihr und ich. Was ist schon ein Menschenleben wert ...


Da ergibt sich natürlich eine Milchmädchenrechnung. Wenn man kranke Mitarbeiter hat, dann bringen die nicht die volle Arbeitskraft. Und stecken womöglich andere an, die dann auch nicht mehr voll leistungsfähig sind.



Jetzt könnte jemand, zum Beispiel Norbert sagen: Ach was, die Krankheit verläuft doch harmlos.

Aber auch das ist eine Milchmädchenrechnung. Ältere LEHRER zählen sich zur "Risikogruppe", erwarten für sich demnach schwere Verläufe, und wollen deshalb nicht mehr zum Dienst antreten. Es wird derzeit verzweifelt nach Ersatz gesucht.

Wenn man LEHRER, die Vorzeigemenschen der Nation, zum Maßstab der gesamten Wirtschaft macht, dann müsste man Angestellte über 50 in Dauerquarantäne bringen - was die Wirtschaft und die Sozialsysteme beeinträchtigt (Geld fürs Nichtstun) - oder diese Leute gleich rausschmeissen.


Wofür würdet ihr euch entscheiden?
Alle über 50 rausschmeißen.
Oder Schwedisches Modell und Risikogruppen einfach sterben lassen.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 28.07.2020, 08:05

... oder nordkoreanisches Modell:)

Also, nochmal für dich: Es ging nicht darum, eine Corona-Ansteckung zu verhindern, sondern zu verzögern, damit schlimme Covid-19-Fälle das Gesundheitssystem nicht überlasten.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 28.07.2020, 10:50

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René Schlott hat geschrieben:
Die Dänen müssen verrückt sein, oder?

Coronakrise – In der Debatte um eine Maskenpflicht dominiert nicht die Angst vor dem Virus, sondern die Angst vor den Behörden

Wer derzeit in Hamburg einen Zug in Richtung des dänischen Aarhus besteigt, kann kurz hinter Flensburg ein interessantes Phänomen beobachten. Alle Fahrgäste nehmen ihre Maske ab, denn sie sind in einem Land angekommen, in dem es die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung nicht gibt, weder beim Einkaufen noch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Dänen müssen verrückt sein! Zumindest aus deutscher Sicht.

Denn wer ein paar Tage später weiter nach Bayern reist, erlebt einen Freistaat, in dem der Mundschutz sogar unter freiem Himmel getragen werden muss, etwa auf den Wochenmärkten oder auf dem Weg zum Tisch im Biergarten. Auch bei Bergwanderungen darf er nicht fehlen. Denn in der Stille ihrer Amtsstuben legten bayerische Beamte fest, dass auch im Außenbereich der Bergwirtschaften eine Maske getragen werden muss.

Mit dem Infektionsschutz kann das nichts zu tun haben, denn die Zahl der täglichen Neuinfektionen bewegt sich sowohl im maskenfreien Dänemark als auch in Bayern auf niedrigem zweistelligen Niveau. Dabei ist unser Nachbar im Norden kein Einzelfall. Auch Norwegen und Finnland haben sich gegen eine generelle Maskenpflicht entschieden und verzeichnen dennoch ein geringes Infektionsgeschehen. In den Niederlanden darf man maskenfrei einkaufen, am Wochenende bilden sich in der Grenzregion lange Staus in Richtung der holländischen Supermärkte.

Angesichts des Blicks in unsere Nachbarländer muss die Frage erlaubt sein, ob sich der staatliche Eingriff in die Gesichter aller Menschen hierzulande noch rechtfertigen lässt. Doch in der Diskussion um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme sind Maß und Mitte verloren gegangen. Nicht einmal in China gibt es eine Maskenpflicht. Dennoch wird hierzulande jeder kritische Einwand mit dem Verweis auf Leben oder Tod zurückgewiesen. Die deutsche Öffentlichkeit erlebt in dieser Hinsicht gerade ein Déjà-vu.

Als Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow am 23. Mai ankündigte, angesichts zahlreicher infektionsfreier Landkreise über die Abschaffung der Maskenpflicht beim Einkaufen nachzudenken, brandmarkten ihn Politiker und Medien als verantwortungslos. Bayern drohte gar Grenzkontrollen an. Als Österreich Mitte Juni die Maskenpflicht in Geschäften aufhob, hielt der bayerische Nachbar dann plötzlich still. Erst als es aus dem fast infektionsfreien Mecklenburg erneut einen Vorstoß zum Ende der Maskenpflicht Anfang August (!) gab, intervenierte die Bayerische Staatskanzlei erneut – zusammen mit zahlreichen Bundespolitikern. Doch weil sich die Diskussion diesmal nicht so leicht abwürgen ließ, ersann Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine neue Vorgabe von weniger als 100 täglichen landesweiten Neuinfektionen für ein Ende der Maßnahme. Das war auch deshalb notwendig, weil alle bisher ausgegebenen Ziele in der Virusbekämpfung längst erreicht worden sind.

Doch in der Debatte regiert die Angst. Die Reaktion der Menschen im Zug nach Aarhus zeigt, es ist nicht mehr die Angst vor dem Virus, die sie zum Maskentragen bewegt. Es ist die Angst vor Behörden, die die vorgeschriebene „Solidaritätsgeste“ notfalls mit einem Bußgeld durchsetzen. Es ist die Angst von Geschäftsleuten vor den Kontrollbehörden eines Staates, der im Frühjahr gezeigt hat, wie leicht er ihnen ihre Existenzgrundlage entziehen kann. Und es ist die Angst von Politikern wie Markus Söder, der sich gerne mit seiner blau-weißen Maske zeigt – vor dem Gesichtsverlust.

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 28.07.2020, 10:52

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 28.07.2020, 12:25

Aha, endlich klärt mich jemand auf.

Artikel:
In der Debatte um eine Maskenpflicht dominiert nicht die Angst vor dem Virus, sondern die Angst vor den Behörden
Das ist doch scheißegal, wer warum Angst hat. Sind wir jetzt in einem sozialpädagogischen Kuschelkurs? Mimimimi immer diese Kleinkinder-Argumente.
Wenn die Regierung etwas will, was der Bürger nicht will, dann übt die Regierung halt Zwang aus. Und wem das nicht passt, kann 2021 die Regierung abwählen.

Nobert:
Also, nochmal für dich: Es ging nicht darum, eine Corona-Ansteckung zu verhindern, sondern zu verzögern, damit schlimme Covid-19-Fälle das Gesundheitssystem nicht überlasten.
Den Plan haben sie anscheinend verfehlt, denn die Krankenhäuser sind leer.
:idea: Dann lassen wir doch ganz viele Leute krank werden, damit die Krankenhäuser endlich voll werden. :idea:

Artikel:
Mit dem Infektionsschutz kann das nichts zu tun haben, denn die Zahl der täglichen Neuinfektionen bewegt sich sowohl im maskenfreien Dänemark als auch in Bayern auf niedrigem zweistelligen Niveau. Dabei ist unser Nachbar im Norden kein Einzelfall. Auch Norwegen und Finnland haben sich gegen eine generelle Maskenpflicht entschieden
Ist doch überhaupt kein Problem. Nach Dänemark, Norwegen oder Finnland auswandern! Seit ich auf der Welt bin, höre ich ständig, dass die anderen alles besser machen. Muss irgendein Nachkriegstrauma sein. Was ist eigentlich aus Schweden geworden?

Also, Herr Lehrer, jetzt erklär mir mal, was der Söder falsch gemacht hat.

- dass er die Leute zur Maskenpflicht verdonnert, obwohl sie so oder so krank werden?
- dass er zu lasch war und die Einhaltung der Gesetze nicht überwacht hat?
- dass er die Einhaltung von Gesetzen überwacht und er das nicht tun sollte?


"Grüne und SPD warfen der der Staatsregierung mangelnde Kontrolle ... vor."
Also wenn das jetzt schon die SPD und die GRÜNEN sagen, dann gibt es ja nur eine Richtung: mehr Kontrollen!
Zuletzt geändert von Montrose am 28.07.2020, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 28.07.2020, 12:45

Angesichts des Blicks in unsere Nachbarländer muss die Frage erlaubt sein, ob sich der staatliche Eingriff in die Gesichter aller Menschen hierzulande noch rechtfertigen lässt. Doch in der Diskussion um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme sind Maß und Mitte verloren gegangen. Nicht einmal in China gibt es eine Maskenpflicht. Dennoch wird hierzulande jeder kritische Einwand mit dem Verweis auf Leben oder Tod zurückgewiesen. Die deutsche Öffentlichkeit erlebt in dieser Hinsicht gerade ein Déjà-vu.
Mimimimmimimi.

Angesichts des Blicks in unsere Nachbarländer? Ist das ein Argument, zu sagen: wenn wir tun, was die anderen machen, ist es besser?

Muss die Frage erlaubt sein .... bitteschön, du hast es geschrieben, also ist es erlaubt. Aber genauso ist es erlaubt, nicht deiner Meinung zu sein. Meinungsfreiheit geht in beide Richtungen.

In der Diskussion sei Verhältnismäßigkeit und Maß verloren? Wo ist die Begründung dafür? "Nicht einmal in China..." Also das Argument sind wieder "die anderen"?

Dennoch wird jeder kritische Einwand zurückgewiesen??? Ich lese nur "kritische Einwände". Wie wäre es denn, wenn die "Kritiker" nicht die gesamte Medienlandschaft beherrschen wollten und auch mal die andere Meinung zulassen.

Verweis auf Leben und Tod .... nun, es gab Tote, oder etwa nicht?

Ein Deja-vu .... da bin ich aber mal gespannt. Was isses? Nazi-Diktatur, Überwachungsstaat, ja ist es denn schon wieder so weit?


Wer mit so wenig Argumenten und den üblichen Opfer-Attitüden (bäääh, die anderen sind böse zu mir) daherkommt, muss wahrlich nicht ernst genommen werden.

Das, worunter das Land fast mehr leidet als unter Corona, sind schlechte Journalisten.

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 29.07.2020, 10:27

Du kannst Argumente nicht wegreden, indem du sie nur in Frage stellst – mit nachgezählt 15 Fragezeichen.

Die Angst vor dem Schiedsrichter kann die Akzeptanz der Spielregeln nicht ersetzen, wenn er nicht hinguckt.

Der Plan das Gesundheitssystem nicht zu überlasten wurde weit übertroffen, aber die versprochene Belohnung bleibt aus.

Wenn eine Maskenpflicht vergleichbare Ergebnisse wie keine Maskenpflicht bringt, ist sie überflüssig.

Die Ablehnung, im August die Maskenpflicht abzuschaffen ist das "Deja vu" zur Ablehnung im Juni die Maskenpflicht abzuschaffen.

Und "was der Söder falsch gemacht hat"?

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Alles richtig – bis auf die Gewandung.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 29.07.2020, 20:10

Der Plan das Gesundheitssystem nicht zu überlasten wurde weit übertroffen, aber die versprochene Belohnung bleibt aus.
Das hab ich gar nicht mitbekommen, dass eine Belohnung versprochen wurde.
Wenn eine Maskenpflicht vergleichbare Ergebnisse wie keine Maskenpflicht bringt, ist sie überflüssig.
Seit ich im Supermarkt fast am Ersticken bin, kaufe ich weniger ein und spare dadurch Geld.
Alles richtig – bis auf die Gewandung.
Ich glaube, wir kommen langsam auf den gleichen Nenner.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 31.07.2020, 03:52

Die Beobachtungen in der Realität sind eindeutig: die Leute werden leichtsinnig.

Dann noch hier und da Rumgehuste, mitten in den Raum geblasen ohne Hand vor dem Mund, ach ja nur die "Sommergrippe". Woher wissen die das?
Gepaart mit diesem Gerede "Ich hab keine Angst."
Die Leute verwechseln Leichtsinn mit Mut.
Und überall in Zeitungen: "Alles Übertreibung! Wir wollen Freiheit""
Keiner von denen ist Arzt. Keiner von denen könnte sich oder anderen im Ernstfall helfen.

Also, nochmal für dich: Es ging nicht darum, eine Corona-Ansteckung zu verhindern, sondern zu verzögern, damit schlimme Covid-19-Fälle das Gesundheitssystem nicht überlasten.
Den Plan haben sie anscheinend verfehlt, denn die Krankenhäuser sind leer.
:idea: Dann lassen wir doch ganz viele Leute krank werden, damit die Krankenhäuser endlich voll werden. :idea:

Der Plan das Gesundheitssystem nicht zu überlasten wurde weit übertroffen, aber die versprochene Belohnung bleibt aus.
Es wurde keine Belohnung ausgesprochen und und wir sind auch nicht in einem Kindergarten, wo es für jedes Wohlverhalten einen Lutscher gibt.

Übrigens trägt man die Maske nicht wegen sich. ICH ICH ICH ICH ICH. "Ja das muss doch jeder selber verantworten." ICH ICH ICH. ICH. ICH. ICH. ICH. ICH. ICH.
Man trägt die Maske, um den ANDEREN zu schützen. Aber bei all dem ICH ICH ICH denkt natürlich keiner an den anderen.

Ich hab Angst. Denn vielen ist es egal, ob ich hopps gehe.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 31.07.2020, 11:15

Dann trag doch für den Rest deines Lebens die TrioMed Active Mask - die hilft aber nicht, wenn dir der Himmel auf den Kopf fällt.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 01.08.2020, 15:06

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Montrose » 02.08.2020, 14:45

Dann trag doch für den Rest deines Lebens die TrioMed Active Mask
Ich hoffe, die hilft, wenn mich jemand anrotzt.

Ich hatte meinen Beitrag mitten in der Nacht geschrieben, nachdem ich von der Kneipe gekommen war und mir dort ein Bekannter, offensichtlich erkältet, ins Gesicht gehustet hatte. Nun will man es natürlich nicht verscheißern, deshalb spricht man so eine Person vorsichtig und höflich an. Da kommt dann aber nicht "Entschuldigung, hoffentlich hab ich dich nicht angesteckt.", sondern ein "Na hoffentlich geht es mir morgen nicht noch schlechter." Es gab also einen konkreten Anlass, hier meinem Ärger Luft zu machen.

Heute bin ich Regionalzug gefahren. Tipp: wenn es geht, nehmt einen Intercity. Der braucht zwar auf der Fahrt einen "Neustart des Computers" (das ist mir am Freitag passiert), so dass man alle Anschlusszüge verpasst. Aber immerhin entschuldigt sich die Deutsche Bahn dafür immer. Züge, die funktionieren, können die Deutschen zwar nicht bauen ... dazu bräuchte man ja Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler, und die gibt es derzeit nur in Indien ... aber immerhin sind die Deutschen freundlich. Noch erfreulicher ist allerdings, dass der Intercity nur zu 50 % voll war.

Ganz anders der Regionalzug, den ich hier mit "Orientexpress" bezeichnen möchte. Tatsächlich fuhr er nach Osten. Großer Immigranten-Anteil, weil die sich noch nicht alle wie die Deutschen einen Mercedes leisten können --- oder Bahnfahren vielleicht für eine ökologische Alternative halten anstatt wie die Friday-for-Future-Kinder immer mit dem Auto zur Ballettschule gefahren zu werden. Auslastung der Regionalbahn 80% (da 1,5 m einzuhalten ist utopisch), hustende Kinder ohne Mundschutz, einige der Alten haben nach einer Viertelstunde auch die Schnauze voll und ziehen sich die Maske runter. Essen, trinken, reden, aufs Klo gehen. Es gibt noch einen dritten Grund, warum ich den Zug "Orientexpress" nenne. Der Mann, der die Zug-Ansagen machte, hatte einen niedlichen indischen Akzent. Ist euch schon einmal aufgefallen, dass überall dort, wo Sprache gefragt ist (Bahn, Hotlines usw.), neuerdings Menschen, die ganz offensichtlich keine Muttersprachler sind, vorherrschen? Ich will das gar nicht bewerten. Ich stelle es nur mit Erstaunen fest. Bei der Polizei sind die Aufnahmekriterien mittlerweile derart niedrig, dass ein Polizist nicht mal mehr richtig schreiben können muss. Bei der Polizei ist das besonders heikel. Wenn der Polizist sagt "Du heiße also Eriwan Schmutzig" und du antwortest "Nein, nein, mein Name ist Erwin Schmatzke" .... dann ist das womöglich schon Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Wenn der Himmel auf den Kopf fällt....
Darüber mache ich mir eigentlich weniger Sorgen.

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 06.08.2020, 06:00

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 06.08.2020, 14:50

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Re: Coronavirus-Spiel

Beitrag von Norbert von Thule » 06.08.2020, 15:36

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