Coronavirus-Spaß

Was geht im Mittelalter?
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Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

Verstehst du es nicht? Es ist die Kritik an der Wiederbelebung des begrabenen Inzidenzwertes und der damit verbundenen Maßnahmen:
Nö, ich versteh den Witz mal wieder nicht.

Warum sollte ich die Kritik an der Wiederbelebung des Inzidenzwertes gut finden, wenn ich Anhänger des Inzidenzwertes bin?

Und dass ich die damit verbundenen Maßnahmen befürworte, ist doch auch allseits bekannt. Die Kinders sollen, statt in die Schule zu gehen, Mama mal ein bisschen beim Kartoffelschälen helfen.

Für mich ist dieser Wieler vom RKI ein leuchtender Ritter der Aufrichtigkeit. Fast so gut wie Drosten oder Söder.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

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Stellt sich nur noch die Frage: Wird Lothar Wieler der letzte sein, der's kapiert oder dauert's bei Montrose noch länger?
Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

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Laut Focus sind CDU und Grüne nur noch 5 Prozent auseinander.


Keine Angst, ich bin euer Modernisierungs-Coach und werde immer wieder mal eine kleine Lektion einfließen lassen, damit ihr fit for future seid.




Bitte nachsprechen:

Die Ritte erschlägt der Hexer mit die Schwert.



Und noch einmal:

Die Ritte erschlägt der Hexer mit die Schwert.



Bitte nachsprechen:

Der Corona ist ein böser Krankheiter und wirkt dabei wie der Schwert.


Je nachdem, ob Schwert Gutes oder Böses bewirkt, ist es die oder der Schwert. Wortbildungen mit "dem" oder "den" usw, werden abgeschafft, weil leichtsie (früher hieß das leichter, aber das "er" wollen wir in Zukunft vermeiden.)



Bitte nachsprechen:

Die Fedsie (das bleibt "die", weil Frauer wollen schlank sein --- ja, Frauer ist richtig; bei Feder wird wieder das er ersetzt) ist leichtsie als die Baum (Baum ist ökologisch, also weiblich). Frauer, um Frauen mit Männern gleichzustellen, die aber im Zuge der Sprachreform Männsie werden.



Bitte nachsprechen:

Die Frauer findet, die Fedsie ist leichtsie als der Männsie.




Sollte es jetzt an der Tür klingeln, steht draußen jemand, der euch eine Spritze und ein Jäckchen mit festgebundenen Ärmeln schenken möchte. Es könnte aber auch der Abgeordnete eines Kultur-Komitees sein, der euch einen Kunstpreis überreicht.
Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

Jens Spahn hat geschrieben:Inzidenz verliert an Aussagekraft!
Der kleine Hobby-Germanist wird wieder neugierig.

"Verliert an Aussagekraft" bedeutet in der deutschen Sprache, dass die Aussagekraft früher größer war und jetzt abnimmt. Ein Sprachbeispiel: "Frau Schibofsky kommt vom Einkauf und verliert auf dem Weg nach Hause eine Packung Eier." Das bedeutet, Frau Schibofsky hatte einmal Eier und die sind verschwunden.

Wie aber soll dies mit der Aussagekraft vonstatten gehen?
Wenn Aussagekraft verloren geht, dann war sie ursprünglich einmal da (so wie die Eier von Frau Schibofsky) und ist jetzt weg.


Zwei Fragen:

1. Wie kann Aussagekraft verlorengehen? Bei Frau Schibofsky befindet sich vielleicht ein Loch in der Tasche oder die Tasche wurde zu heftig geschwungen, so dass die Eier herausflogen. Aber wie hat man sich den Vorgang des Verlierens von Aussagekraft vorzustellen?

2. Wohin ist die Aussagekraft verlorengegangen? Die Eier, welche Frau Schibofský verlor, sind immer noch auf diesem Planeten --- nach dem Thermodynamischen Hauptsatz der Physik können Dinge nicht einfach so verschwinden. Vielleicht sind die Eier ramponiert. Aber sie sind noch irgendwo da. Vielleicht sind sie ins Gebüsch oder in eine Regenauffangeinrichtung gefallen.
Wo aber ist die verlorengegangene Aussagekraft hin? Die muss ja auch noch irgendwo sein, so wie Frau Schibofskys Eier.



"Inzidenz verliert an Aussagekraft." ??? Vielleicht sollte Jens Spahn mal einen Deutschkurs belegen.

Mit steigender Impfrate verliert die Inzidenzrate an Aussagekraft.
Es geht doch einfach darum, einen Messwert zu haben, der anzeigt, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Und das wird eben nun mal anhand von nachgewiesenen Infektionen und nicht aufgrund von Krankenhauseinweisungen gemessen.

Insofern verliert der Inzidenzwert nicht an Aussagekraft. Er bedeutet genau das, was er bedeutet --- nicht mehr und nicht weniger.

Das Wort Baum verliert ja auch nicht an Aussagekraft, bloß weil sich einer nicht mehr für Bäume interessiert oder im Herbst die Blätter fallen.

Es brauche zwingend neue Kennzahlen
Wozu?

Es war schon immer so, dass man aus einer Infektion nicht die Schwere des Verlaufs ableiten konnte. Manche hatten Corona ohne viel Symptome. Dennoch konnten sie bei einem anderen, der empfindlicher reagiert, einen schweren Verlauf hervorrufen. Daran hat sich nichts geändert.

Abgesehen davon, die Impfrate ist ja nicht bei 100%. Da kann man doch nicht so tun, also ob jetzt alles easy-peacy wäre.



WAS IST EIGENTLICH MIT LONG-COVID
https://www.muenchen-klinik.de/krankenh ... gendliche/

Auch bei leichtem Verlauf können bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen langfristige Beschwerden auftreten.

Vergiss deine albernen Krankenhauseinweisungen. Die sind im Vergleich zu Dauerkrankschreibungen, jahrelangen Behandlungen und Frühberentungen zumindest in der Anzahl und den finanziellen Kosten absolutes Pipifax.

oder dauert's bei Montrose noch länger?
Wann kapiert Norbert, dass er mit seinem Einsatz für Laschet die Grünen an die Regierung bringt?
Na spätestens dann, wenn er statt einer Rüstung ein Baströckchen tragen muss. Man nennt das Bumerang. :mrgreen:
Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

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Den Inzidenzwert abzuschaffen ist so, wie wenn ihr aus allen Autos das Tachometer ausbaut und die Geschwindigkeit an der Anzahl Toten messt.

Die Kunst besteht darin, ein Unglück vorherzusehen und zu vermeiden anstatt abzuwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Mit dem Inzidenzwert ist das machbar, bei der Anzahl Krankenhauseinweisungen hingegen kommt die Information zu spät ... dann ist der Unfall schon passiert.

Bestimmte Leute verstehen bestimmte Sinnzusammenhänge nicht. Die sind wie Schachspieler, die immer nur einen einzigen Zug vorausberechnen können und keine Vorstellung haben, wie die Stellung in fünf Zügen ausschaut.

Laschet und Spahn faseln halt etwas daher, um den Leuten zu gefallen. Aber die Leute müssen es ausbaden und nicht die Herren Politiker mit ihren exklusiven Topärzten.


Soll ich euch mal was über Erfahrungen Im Krankenhaus schreiben?


Oder soll ich euch mal erzählen, wie das war, heute bald acht Schuhläden anzurufen, um einen rutschfesten Schuh für einen Gehbehinderten zu bekommen?

Ihr würdet mit den Ohren schlackern, wie schwierig einfache Dinge sein können, wenn ihr in der Realität leben würdet. Entweder wackelige Sandalen oder Winterschuhe mitten im Sommer. Etwas Vernünftiges (stabil und nicht zu warm) zu bekommen ..... geht im Moment nur über Internet. In vielen Läden ... Fehlanzeige.

Ein angeblich besonders geeigneter Schuh hatte eine fast glatte Plastiksohle, auf der selbst ein Athlet ausrutschen könnte. Ich verstehe nicht, wie sowas im Fachhandel angeboten wird. Und das für einen sehr hohen Preis.

Ganz zu schweigen, dass manche "Fachverkäufer" nicht einmal einen Fachbegriff wie "geschlossener Schuh" kennen. Ich bin heute tatsächlich etwas unhöflich geworden. Was lernen die Leute denn heutzutage in ihrer Ausbildung? Wird einem die Lehre auch so nachgeschmissen wie das Abitur - jeder ein Musterschüler?

NOCHAMLS die Frage: wozu brauchen wir eigentlich Schulen und Bildung, wenn dabei eh nichts raus kommt?

Wenn so vieles im ganz normalen Alltag nicht klappt, wieso sollte ich dann den Beschwichtigungen von Politikern oder "Experten" glauben? Etwas daherfaseln ist keine Kunst. Das kann jeder. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus.
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

https://www.welt.de/vermischtes/article ... -16-0.html



Aus einem Leserbrief in der WELT
Na und ? Dänemark hat eine Inzidenz von 130, eine Impfquote von 51% und schafft demnächst sogar komplett die Maskenpflicht ab. Ab dann ist Eigenverantwortung angesagt.
Was bedeutet denn "Eigenverantwortung"? Wenn die Leserin krank wird, geht sie nicht zum Arzt, sondern behandelt sich selbst?
Denn wenn jemand im Notfall erwartet, dass ihm jemand anderes hilft, dann ist das keine Eigenverantwortung.

"Eigenverantwortung"? Wie kann man "Eigenverantwortung" übernehmen für etwas, das ein anderer tut. Denn angesteckt wird man nicht von sich selbst, sondern von anderen. In diesem Fall gibt es keine "Eigenverantwortung", sondern es ist die Verantwortung für den anderen. Aber diese Idee kommt der Leserbriefschreiberin nicht. Diese Frau will für gar nichts Verantwortung übernehmen. Und so geht's halt auch nicht.

"Eigenverantwortung" .... was wie ein Wort aussieht, ist nur heiße Luft.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Den Inzidenzwert abzuschaffen ist so, wie wenn ihr aus allen Autos das Tachometer ausbaut
Das ist kein Tacho, sondern eher, als würdest du deine Geschwindigkeit an der Anzahl der Ampeln abschätzen, an denen du vorbeifährst, ohne drauf zu achten, ob sie rot oder grün anzeigen.

Zuerst war’s die Verdopplungsrate, dann eine 4-Tage-Inzidenz und bis vor kurzem eine 7-Tage-Inzidenz, die durch Zählung von Infektionen (nicht von Erkrankungen) vor einer Überlastung des Gesundheitssystems warnen sollten.
Da die Zahlen nicht in Relation zur Anzahl der Getesteten gesetzt wurden, haben sie nie viel getaugt. (s.a. Die Größten Lockdown-Märchen Nr. 2)
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Hallo?

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Dein Link zu einer Klinikwerbung ist kein überzeugendes Argument für Relevanz.

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Wir wissen inzwischen mehr: Bei Long Covid bzw. Post Covid endet die Abwehrreaktion des Körpers nicht nach der überstandenen Infektion. Es ist nicht Corona. Es ist Lupus. Und es ist sehr selten.

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Die Corona-Maßnahmen machen unverhältnismäßig mehr Kinder krank als Corona selber:

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Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

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Dann sollte man den Kiddies auch ihre Videospiele wegnehmen. Immer soviel Gewalt angucken, das kann ja auch nicht gesund sein.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Ein schönes Beispiel für Aktionismus* – wie in den Corona-Maßnahmen.

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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Inzidenzen: Gestern – Heute – Morgen
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

... und Übermorgen:

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

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Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

Die Corona-Maßnahmen können nicht der alleinige Grund sein, warum manche Jugendliche "depressiv" werden.

Denn es werden ja nicht alle "depressiv". Also muss es eine zusätzliche Variable geben.

Früher sangen die Rocker gegen die Schule "school out for ever" oder "The wall" von Pink Floyd. Und heute soll schulfrei Folter sein? Es kommt doch immer drauf an, was man daraus macht.

Auch "Mehr Gewalt in Familien" hängt nicht von Corona ab, weil ja nicht das Virus Kinder verprügelt, sondern einige böse Väter.



Das mit den Killerspielen: Es geht nicht darum, ob es mehr Amokläufer gibt oder nicht ....
sondern es geht darum, dass die Kiddies damit viel Zeit verschwenden, die sie für sinnvollere Dinge investieren können.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Die Corona-Viren können nicht der alleinige Grund sein, warum manche an COVID-19 sterben.

Denn es sterben ja nicht alle daran. Also muss es eine zusätzliche Variable geben.
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Montrose
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

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Corona ist nicht wichtig.

Viel spannendere Fragen sind:



1. Wie soll eine Gesellschaft funktionieren, wenn jeder durchdreht, der mal nicht zweimal (möglichst mit einem Kerosinbomber) in den Urlaub fährt.

In den Nachkriegsjahren waren die Leute arm und als Kriegsverlierer gedemütigt. Also ging es ums Geld und um "wer hat mehr". Heute hat jeder alles.

Was sagen unsere Großeltern, wenn sie uns heute so jammern hören??? Wegen dem kleinsten Pipifax gleich "depressiv"? Wie haben die Großeltern das überstanden?



2. Wie soll eine ökologische Gesellschaft funktionieren, wenn das ganze Wertesystem auf Konsum bzw. Verschwendung gründet?
Millionen Amazon-Pakete täglich mit irgendeinem Nippes drin.

Die Leute brauchen verdammt viel, um "glücklich" zu sein. Das ist wie Heroin: die Dosis muss immer höher werden, um noch was zu spüren.



3. Ich verstehe immer noch nicht, warum Kinder heute "depressiv" werden?

Die technischen Möglichkeiten (Internet, Skype usw.) ermöglicht es Leuten erstmals in der gesamten Menschheitsgeschichte, trotz Lockdown zu kommunizieren. Das wäre vor 40 Jahren, als das Internet noch nicht so ausgebaut war, unmöglich gewesen.

Die Kinder werden nicht von Corona in die "Depression" getrieben, sondern von einer Eltern-Generation, die schon für sich selbst nicht wusste, wozu sie eigentlich da ist.


Wie kann es sein, dass die Leute immer mehr haben, aber immer "depressiver" sind? Wie passt das zusammen?



Corona .... Deutschland hatte jahrzehntelang überhaupt keine Sorgen. Es war das Schlaraffenland, das Paradies auf Erden. Kein Krieg, keine Krisen, keine Seuchen usw.

Und jetzt kommt nach Jahrzehnten mal ein kleines Problemchen daher, und einige fangen an zu kreischen.


Wisst ihr, wie man das nennt? Man nennt das Dekadenz.

Man könnte es aber auch Haltlosigkeit nennen. Es gibt keine Philosophie oder Religion mehr, welche den Leuten Kraft gibt. Kulturell betrachtet befinden wir uns noch hinter der Steinzeit. Die haben wenigstens noch Bildchen auf die Höhlenwand gemalt.




Corona trifft natürlich in eine Zeit der Bodenversiegelung, was ich oben als "Witwenbunker" bezeichnete.

Eigentlich wäre das ein Thema für Soziologen. Die Tatsache ist (zumindest was ich sehe), dass die jüngere Generation so oder so nicht mehr im Haus der Eltern wohnen wollte. Das ist durchaus nachvollziehbar. Man hat ständig das Lebenswerk der Eltern vor der Nase, vielleicht wird es einem sogar direkt unter die Nase gerieben so nach dem Motto "Wenn du die Füße unter meinem Tisch hast....", die Jungen wollen sich selbst beweisen und bauen deshalb lieber ein eigenes Haus.Uund sie wollen flexibel sein. Dass viele sich an ihrem Herkunftsort nicht wohlfühlen, wurde ebenfalls wissenschaftlich untersucht und bestätigt (habe da jetzt nicht den Eifer, die Quellen zu suchen).

Mit dem Materiellen kommen oft Ideen. Ideen einer früheren Zeit, die nicht mehr in die heutige Zeit passen.

Hat Norbert schon mal recherchiert, ob Helikopter-Eltern Kinder depressiv machen. Es ist für einen jungen Menschen nur zum Kotzen, wenn er das Lieblingsspielzeug seiner Eltern ist, deren Lebensinhalt, und nicht sich selbst sein darf --- lieber eigene Fehler machen als nie einen eigenen Lebensweg zu gehen.
Die Jugend heute hat einen verflucht schweren Stand!

Diese Heimatflucht beobachte ich schon in der Vorgängergeneration. Das gab es auch schon früher, zumal mehrere Geschwister im Erwachsenenalter auch nicht mehr ins elterliche Haus gepasst hätten. Also kein Grund für ein theatralisches "früher war alles besser." Es war nicht besser, ja es war noch nicht einmal anders als heute.

Die Explosion von Neubaugebieten ... ich betrachte das genauso skeptisch wie es die Grünen tun. Ich sehe die Lösung aber nicht darin, die Leute in Mietblocks zu zwängen. Ich bin eher überzeugt, dass irgendwann mit dem demographischen Wandel (es werden viele Menschen an Alter sterben) viele alte Häuser frei werden und diese renoviert und genutzt werden können.



Ich kritisiere das Reisen. Eigentlich verurteile ich es nicht prinzipiell. Nur ist es zu einfach und bringt die Leute kulturell nicht weiter. Die Touristen kommen genauso doof und unerfüllt zurück wie sie abgefahren sind, weil Urlaub oft nur hohle action ist. ----warum sollte der Staat in Corona-Zeiten einen Blanko-Freifahrtschein für etwas ausstellen, das dermaßen unnütz ist?

Ich habe zwei Ideen für nachhaltiges Urlauben:

1. Eine staatlich kontrollierte Fortbildungspflicht. Jeder, der eine Reise in ein anderes Land macht, muss Seminare besuchen, so dass er über das Land auch was lernt, und eine Prüfung ablegen. Erst dann darf er reisen.

2. Ein Tourist muss mindestens 2 Tage am gleichen Ort bleiben, bevor er weiterreisen darf. Das würde verhindern, dass die Leute mal kurz bei einer Sehenswürdigkeit aussteigen, ein Foto machen, und gleich weiterfahren .... diese schlechte Art zu Reisen verursacht hohe Transport- und somit Öko-Kosten und lässt die Leute unerfüllt. Die haben keine Zeit, die Atmosphäre in sich aufzunehmen (Glücks-Effekt sehr gering), und das Ganze wird bloß zu einer doofen Angeberei mit Handybildern.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Corona ist nicht wichtig.
Genau, wieso aus einer Mücke einen Elefanten machen?
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Maßnahmen vs. Virus 1 : 1

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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

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49 - das ist ein Alter, in dem Männer aufpassen sollten, sich nicht mehr zu sehr aufzuregen. Der Mann wäre mal besser zum Arzt als auf eine Demo gegangen.

Komisch, dass sich auf den heutigen Demos eher Leute in höherem Alter treffen. 49 Jahre .... als Brockdorf abging, war der noch ein Bübchen. Die Demonstranten scheinen etwas nachholen zu wollen, was sie damals versäumt haben. Schade, dass sie die politischen Überzeugungen und nicht die Musik wiederbeleben. Die Musik war nämlich besser.

Polizisten .... eine Menge Überstunden, sehen ihre Familien selten, oft in gefährlichen Situationen, nicht gerade gut bezahlt. Müssen ihren Kopf für jeden Mist herhalten, von Fußball-Hooligans bis hin zu anderen merkwürdigen Leuten.
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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Der Mann wäre mal besser zum Arzt als auf eine Demo gegangen.
CSD wäre auch gegangen:

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Re: Coronavirus-Spaß

Beitrag von Montrose »

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Es entfleucht sich
schöner in des nackten Mannes Arm
als bei Getöse
aus gegenstandslosem Alarm.
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the Marquis of Montrose, 2021
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